Inspektion oder Wartung?

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*Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass Sie gleich „loslegen“ können, vereinbaren Sie bitte vorher einen Termin.

FLOTTbike TIPP
Checkliste: Fahrradpflege

FLOTTbike Bild 17

Egal, ob Sie jeden Tag fahren, das Rad nach der Winterpause im Frühjahr wieder in Betrieb nehmen wollen, oder ob Sie eine Tour oder Fahrradreise planen, Sie sollten einmal kurz prüfen, ob noch alles an Ihrem Rad ok ist.

Wir möchten Ihnen hier eine kleine Checkliste an die Hand geben, mit der Sie die gröbsten Mängel und Schäden ausfindig machen sowie kleine Wartungsarbeiten an Ihrem Rad selbst vornehmen können.

Antrieb

Der Antrieb braucht erstmal Reinigung. Am besten ist ein Lappen und eine alte Zahnbürste, bei hartnäckigem Schmutz braucht man ein Drahtbürste. Reinigen Sie die Kette, die Zahnräder, die Kettenblätter und bei einer Kettenschaltung die beiden kleinen Schaltröllchen, durch die die Kette am Hinterrad durchgefädelt ist. Ölen Sie die Kette danach mit dem passenden Kettenöl.

Alles, was sich sonst noch am Rad bewegt ist auch immer froh über einen Tropfen Öl. Schauen Sie sich Ihre Schalthebel und die Züge an. Ist alles gängig? Und die Züge, sind die Zughüllen irgendwo geknickt, ist die Ummantelung beschädigt, sieht man Rost? Sind die innenliegenden Züge am Ende aufgeribbelt oder hängen gar am "seidenen Faden"? Wackeln Sie an der Tretkurbel, hat sie Spiel? Schauen Sie sich die Pedale an. Ist alles korrekt?

"Wer gut schmiert..."

Dieser Satz stimmt, aber wir stellen in unserer Werkstatt immer wieder fest, dass einige Kunden zuviel Öl auftragen. Dadurch wird die Kette total ölig und klebrig. Dreck wird dann förmlich angezogen und haftet auf der Kette. Diese Mischung aus Sand, Schmutz und Öl wirkt wie eine gute Schleifpaste. Das heißt: die Kette verschleisst noch schneller!

Wie ist es richtig?

Die Kette grob reinigen (Drahtbürste), Kettenöl dünn auftragen, 30 min. einziehen lassen, danach mit einem Lappen überschüssiges Öl abwischen. Wenn Sie es ganz gut machen wollen, versiegeln Sie die Kette zum Schluß noch mit Sprühwachs.

Auf keinen Fall Nähmaschinenöl oder ein anderes, dünnflüssiges Öl verwenden. Ungeeignetes Öl bleibt nicht an der Kette haften, sondern tropft ab und verdunstet.

Schmierintervalle

Nach jedem kräftigen Regen, sonst einfach mal hinhören, die Kette meldet sich, wenn sie zu trocken ist.

Bereifung und Laufräder

Pumpen Sie Ihre Räder auf. Richtwerte: Tourenreifen 4-5 bar, Mountainbikereifen 3-4,5 bar, Rennreifen 6-9 bar. Es steht meistens auf dem Reifen drauf.

  • Hält die Luft?
  • Warten Sie ein paar Stunden, bevor Sie diese Frage beantworten, manche eingefahrene Scherben sind tückisch und melden sich erst viel später.

Sehen Sie sich Ihre Mäntel an.

  • Ist das Profil noch gut?
  • Sind die Seiten ev. porös? Finden Sie Risse oder Schnitte ?

Lassen Sie die Laufräder drehen.

  • Sehen Sie einen 8er?
  • Schleift das Bremsgummi irgendwo am Rad?
  • Oder sitzt der Mantel unrund auf der Felge? Ein zu großer 8er muß behoben werden, sonst geht das Rad auf Dauer kaputt. Die Toleranz liegt bei einem Millimeter. Drehen Sie am Rad bis Sie das Ventil als Orientierung sehen. Nehmen Sie vom Ventil ausgehend alle 36 oder 32 Speichen einmal in die Finger und prüfen Sie, ob alle eine ungefähr gleiche Spannung haben, ob alle überhaupt noch da sind.

Wackeln Sie an den Rädern.

  • Haben die Radlager Spiel?

Schauen Sie auf die Felgenflanke, dorthin, wo die Bremsklötze der Felgenbremse greifen.

  • Ist die Flanke noch gerade oder schon konkav? Achtung, wenn sie konkav ist, kann die Felge während der Fahrt reißen!

Bremsen

Bremsen sind ein sicherheitsrelevantes Bauteil und hier muß man ganz genau schauen.

  • Sind die Bremsbeläge verschlissen? Es gibt Markierungen an den Bremsschuhen (Einkerbungen, Linien), die zu sehen sein müssen. Sind sie es nicht mehr, wird es höchste Zeit für einen Wechsel, denn dort beginnt schon die Zone der Metalleinfassung und die raspelt dann fröhlich die Felgenflanke ab. Und Metall auf Metall hat auch keine große Bremswirkung.

Sind die Bremsklötze richtig eingestellt? Prüfen Sie auch hier die Züge und die Außenhüllen.

  • Ist alles gängig? Sind die Zughüllen irgendwo geknickt?
  • Ist die Ummantelung beschädigt?
  • Sieht man Rost?
  • Sind die innenliegenden Züge am Ende aufgeribbelt oder hängen gar am "seidenen Faden"? Das ist bei Bremsen sehr gefährlich.
  • Betätigen Sie die Bremshebel, geht alles reibungslos?

Licht und Beleuchtung

Brennt das Licht? Ist alles fest, besonders der Dynamo? Sind alle vorgeschrieben Reflektoren am Rad? Sind die Lichtkabel korrekt montiert?

Befestigungen, Schrauben, Lager

Bevor Sie sich nun zur Probefahrt auf den Sattel schwingen, sehen Sie noch nach, ob auch sonst keine Schrauben oder Lager locker sind. Das gilt aber nur für den Fall, daß sich bis jetzt keine sicherheitsrelevanten Mängel aufgetan haben. Diese sollten sofort beseitigt werden. Vereinbaren Sie mit uns einen Werkstattermin.

Probefahrt

Bei der Probefahrt testen Sie die Schaltung. Funktionieren alle Gänge? Und quietschen vielleicht die Bremsen? Wackelt irgendetwas in der Lenkung? Ist noch die gleiche Menge Luft in den Reifen wie vorher? Wenn Sie nichts gefunden haben, ist Ihr Rad in toller Verfassung und Sie können ungetrübten Freuden entgegensehen. Wenn Sie unsicher sind, kommen Sie vorbei und wir sehen uns das Rad gerne an.

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